Das neue Grüne Nahversorgungsprojekt bringt Bio-Essen zu den Menschen

„Ich finde diese Initiative ganz toll! Warte schon mit Spannung auf die Vielfalt des Angebotes.“ „Ich finde die Idee mit der Bio-Nahversorgung grandios.“ So wurde die Ankündigung des neuen Projekts der Wiener Grünen u.a. begrüßt. Am Freitag, 2.10., am Nachmittag kam unser „Mobiler Kleingrünmarkt“ voll beladen mit Bio-Lebensmittel zum ersten Mal auf den Theumermarkt in Neustammersdorf, am Samstag, 3.10., vormittags auf den Osloplatz in der Donaustadt fort. Mit Freude über die Belebung der beiden leeren, kahlen Plätze und über das nahe Angebot an gesundem Bio-Essen wurde er erwartet.

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Großer Andrang am Oslppaltz

Beide Plätze liegen in 15 Jahre alten großen Wohsiedlungen, wo es kaum bis gar kein Angebot an Lebensmittel in der Nähe gibt. Überhaupt heißt Nahversorgung in Floridsdorf und der Donaustadt derzeit meist Supermarkt, der nur mit dem Auto zu erreichen ist. Darum haben die Grünen Wien das Projekt „Mobiler Kleingrünmarkt“ ins Leben gerufen. Dieser bringt zweimal in der Woche Biolebensmittel direkt zu den Menschen in schlecht versorgten Grätzeln Floridsdorfs und der Donaustadt. Um Bionahrungsmittel und Fair Trade-Produkte zum Selbstkostenpreis abgeben zu können, wurde eigens der „Verein für mobile biologische Nahversorgung“ gegründet. Wer Mitglied im Verein ist, kann zu günstig gesundes Essen einkaufen. Die Mitgliedschaft gibt es um 1,- Euro im Jahr, inklusive Stoffeinkaufstasche, die als Mitgliedsausweis dient.

Der "Mobile Kleingrünmarkt" voll beladen

Der "Mobile Kleingrünmarkt" voll beladen

In Kooperation mit dem Biohof Adamah organisieren wir Bioware aus dem Umland von Wien. Das Angebot richtet sich nach der Saison, derzeit besteht es aus Äpfel, Birnen, verschiedenstem Herbstgemüse, Getreideprodukten, aber auch aus Fruchtsäften, Brot, Käse und Eiern angeboten. Was nicht bei uns wächst, vor allem Kaffee und Schokolade kommt aus fairem Handel.

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Wir bieten Nahversorgung im doppelten Sinn: Wir bringen gesunde Lebensmittel aus der Nähe zu den Menschen. Damit wollen wir zeigen, wie man Autoverkehr verringern, die Kommunikation im Grätzel fördern, die Wirtschaft in der Stadt ankurbeln und österreichische Biobäuerinnen und -bauern und ihre ökologische Landwirtschaft unterstützen kann. Einerseits muss die verfehlte Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik in den beiden Nordbezirken korrigiert werden, andererseits soll die Bevölkerung motivieren werden, gemeinschaftlich alternative und kooperative Wirtschaftsmodelle zu initiieren.

Das Bedienen der engagierten menschen machte viel Spaß.

Das Bedienen der engagierten Menschen machte viel Spaß.

„Wir waren vergangenen Samstag schon auf dem Mobilen Kleingrünmarkt und waren begeistert.“, schrieb eine Anrainerin. Andere reagierten am Stand ganz ähnlich und beklagten den sonstigen Mangel an Nahversorgung. Viele hatten den Ankündigungsfolder gelesen und standen bereit, sobald der Stand aufgebaut war. Andere kamen zufällig vorbei, wurden neugierig und nahmen das Angebot freudig an. Sogar im Auto Vorbeifahrende blieben stehen, erkundigten sich und setzten mit einer Tasche voll Gemüse ihre Fahrt fort. Kinder liefen herum und bekamen „freche Früchtchen“, Biosüßigkeiten, geschenkt. Das alternative Angebot an gesunden Nahrungsmitteln ohne chemische Rückstände wurde von Frauen und Männern mit Kindern ganz besonders geschätzt. Das Bedürfnis nach gesunder ökologischer Nahversorgung ist groß.

Der "Mobile Kleingrünmarkt" fast leer geräumt

Der "Mobile Kleingrünmarkt" fast leer geräumt

Die nächsten Termine sind:

Freitag, 9.10.09, 16 bis 19 Uhr: Donauplatte, Wien 22.

Samstag, 10.10.09, 10 bis 13 Uhr: Quadenstraße, Wien 22.

Freitag, 16.10.09, 16 bis 19 Uhr: Theumermarkt, Wien 21.

Samstag, 17.10.09, 10 bis 13 Uhr: Osloplatz, Wien 22.

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