Das pseudogrüne Mäntelchen der Blauen wirkt nur peinlich angesichts ihrer eklatante Wissenslücken.

Die Landstraßer Freiheitlichen beantragten im Februar die Installation von solarbetriebenen Lampen bei allen Entwicklungen im Bezirk. Aber nicht überall, wo „solar“ draufsteht, ist auch sinnvoller Umwelt- und Klimaschutz drin. Da kann man ziemlich daneben tappen, wenn man, wie die FPÖ, nicht viel davon versteht.

Solarenergie macht dort Sinn, wo man sie ins Stromnetz einspeichern und damit alles Mögliche betreiben kann, z.B. eben Straßenlampen, die ja ohnehin schon am Stromnetz hängen. Bei neu installierten Solarlampen hat man wohl den Vorteil, keine Kabel verlegen zu müssen, aber dafür viele Nachteile:

Sinnvolle Nutzung der Solarenergie. Foto: Michael Schmid

· Die Speicherkapazität müsste überdimensioniert sein, so dass die Lampen auch an den sonnenschwächsten Tagen leuchten können. Die im Sommer im Überschuss gewonnene Energie kann hingegen nicht genutzt werden.

· Die Lampeneinheiten werden dadurch schwer und schwieriger zu warten.

· Bei der Herstellung der überdimensionierten Einheiten würde unnötig viel Energie verbraucht. Zu bedenken ist zudem, dass die Akkus bei vielen Modellen aus Blei-Gel bestehen, deren Herstellung und Entsorgung problematisch ist.

· Die Frage, wie man bei Schneefall verhindern kann, dass die Lampen vom Sonnenlicht abgeschirmt werden und daher nicht leuchten, bleibt ungeklärt.

Der Umweltexperte der Landstraßer Grünen Gerhard Bayer hat den FPÖ-Antrag in einen halbwegs sinnvollen umformuliert: Ein Pilotprojekt von Solarleuchten im zukünftigen Park auf den Aspanggründen soll die Frage klären, ob sich Solarleuchten eventuell für neue Parkanlagen, die noch nicht am Stromnetz hängen, eignen könnten. Bleibt abzuwarten, ob die Idee von den zuständigen Magistratsabteilungen umgesetzt wird.

Die Wiener Grünen setzen jedoch schwerpunktmäßig auf Energieeffizienz und erneuerbare Energie. Dazu gehören größere und auch kleine Fotovoltaikanlagen auf Flachdächern, etwa wie das bei Wien Mitte geplant ist. Von dort wird der Strom dann ins Netz eingespeichert. Maria Vassilakou hat bereits das „Solarkraftwerk der WienerInnen“ vorgestellt: Die WienerInnen werden sich an Solarkraftwerken auf Wiens Dächern beteiligen, einen Teil des eigenen Energiebedarfs nachhaltig abdecken und Renditen bekommen können. Zudem ist ein großes Photovoltaik-Kraftwerk z.B. auf den industriellen Industrie-Flachdächern in Liesing angedacht.

So eine Fotovoltaikanlage ist auch auf Dächern möglich. Foto von Michael Schmid

Die Kollektorflächen für thermische Solaranlagen (Warmwasserbereitung) sollen bis 2020 fast verzehnfacht werden. Ökologisch geprüfte Pelletsanlagen und Biomasse-Heizwerke sollen vorangetrieben werden, wo sie sinnvoll sind. Und ganz wichtig ist die Etablierung von klima- und umweltverträglichen Prinzipien beim Bauen, so dass möglichst wenig Heiz- und sonstige Energie verloren geht.

So sehen die Eckpunkt einer konsequenten umwelt- und klimagerechten Energiepolitik aus. Wir Wiener Grünen mit unserer Energiestadträtin Maria Vassilakou wollen Wien zum Motor der Energiewende machen.

Advertisements